Auf Minikreuzfahrt mit der Color Line von Kiel nach Oslo

Auf Minikreuzfahrt mit der Color Line von Kiel nach Oslo

Color Line

Sie gehören zu Kiel wie der Fisch ins Brötchen: die majestätischen Kreuzfahrtschiffe von Color Line. Täglich bringen einen die Color Magic und die Color Fantasy abwechselnd um 14 Uhr von Kiel nach Oslo und wieder zurück. Endlich ging es auch für mich auf eine unvergessliche Schiffsreise…

Willkommen an Bord!

Umso mehr freute ich mich, als mich mein Mann zu einer Oslo-Städtereise  mit einer Übernachtung in einem Hotel vor Ort einlud, um die abwechslungsreiche Stadt am Fjord genauer zu entdecken. Denn Oslo hat so viele Gesichter und fasziniert zu jeder Jahreszeit mit neuen Seiten. Für euch habe ich jetzt jede Menge bunte Eindrücke meiner spannenden Reise gesammelt:

Es ist 13 Uhr und im Norwegenterminal herrscht reges Treiben. Gut gelaunte Norweger kehren vollgepackt mit Kaufhoftüten von ihren fröhlichen Shoppingstunden der Kieler Fördestadt zurück an Bord, bevor Color Magic in einer Stunde wieder in See sticht.

Es geht in eine 3-Sterne-Kabine, die zu meiner Überraschung total gemütlich ist. Ich freue mich ganz besonders über den Blick durch ein Bullauge mitten auf die innenliegende Promenade. So kann man die vielen Gäste beim Flanieren beobachten.

Essen und Trinken an Bord

Für das leibliche Wohl sorgen an Bord diverse Restaurants, Cafés und Bars. Ob 7-Gänge-Menü, Pizza, Pasta, Tapas, Sandwich, Gourmet-Lunch oder Burger mit Pommes – die Auswahl ist groß. Die Preise sind zwar zum Teil schon etwas höher angesetzt, aber in meinen Augen immer noch angebracht. Für mich gehört zum perfekten Urlaubsgefühl aber auch immer ein leckeres Essen.

Übrigens: Ihr könnt an Bord zwar überall in Euro bezahlen, ich habe mein Urlaubs-Budget dennoch an der freundlichen Rezeption in Kronen gewechselt – für die Tage in Oslo ebenfalls sehr praktisch. Alternativ kommt ihr dort mit einer Kreditkarte natürlich auch immer weiter.

Schlemmen im Grand Buffet Restaurant: Mein Favorit ist auf jeden Fall das Grand Buffet Restaurant. Wie der Name schon sagt, gibt es dort morgens, mittags und abends ein reichhaltiges Buffet mit Speisen aus aller Welt. Mein Mann als absoluter Fisch-Fan, freute sich besonders über die vielseitigen Fisch-Gerichte von Garnele über Muschel bis zum Lachsfilet. Aber auch das Käse-Buffet und die vielen süßen Desserts sind ein Traum. Da ist wirklich für jeden etwas dabei! Etwas hochpreisiger, aber mit dem wohl besten Ausblick kannst du im Oceanic à la Carte Restaurant speisen. Die acht Meter hohe Fensterfront ist sehr beeindruckend!

Color Line Restaurant
Unterhaltung an Bord

Color Magic hat zudem eine Vielzahl an Aktivitäten zu bieten: Von internationalem Entertainment in der Show Lounge und Live-Musik in den Bars oder im Pub bis hin zu Partymusik im Nachtclub – das Abendprogramm ist abwechslungsreich. Bei so viel Unterhaltung verfliegen die 20 Stunden an Bord im Nu. Hinzu kommen die kleinen Läden auf der Promenade, der Taxfree-Shop, der Spa- und Fitness-Bereich, das Casino und vieles mehr.

Mir gefällt besonders, dass man seine Reise mit Color Line sehr individuell zusammenstellen kann. Von günstig bis luxuriös – beim Essen, bei den Kabinen und beim Programm an Bord ist alles möglich, aber nichts muss.

Ich lasse den Abend noch bei einem Cocktail in der Observation-Lounge ausklingen, lausche der Live-Band, die Klassiker von Elvis Presley zum Besten gibt, und freue mich auf den nächsten Tag.

Color Line Unterhaltung
Ahoi Oslo!

Wir gingen sehr früh frühstücken um auf Deck noch möglichst viel von der Einfahrt des Schiffes durch den Oslofjord bis nach Oslo mitzubekommen, bis wir um 10 Uhr den Hafen von Oslo erreichen.

Wenn ihr eine Mini-Kreuzfahrt gebucht habt, könnt ihr dort nun für ungefähr vier Stunden von Bord gehen und Oslo entweder auf eigene Faust erkunden oder die dreistündige Stadtrundfahrt buchen. Selbst wenn ihr ein paar Tage in Oslo verbringt, lege ich euch diese tolle Stadtrundfahrt ans Herz.

Die dreistündige Stadtrundfahrt

Ich möchte euch zeigen, warum sich die Stadtrundfahrt von Color Line wirklich lohnt. Denn mit einem Bus werden nicht nur die sehenswerten Highlights der norwegischen Hauptstadt wie der Holmenkollen, der Vigeland Park oder die Museumsinsel angesteuert. Dort werden auch Stopps gemacht und ihr habt immer ein wenig Zeit für eigene Erkundungen. Die Führung ist auf Deutsch und du erhältst einen praktischen Überblick und viele interessante Infos. Im Anschluss bringt dich der Bus entweder zurück zum Schiff oder sogar direkt zu deinem Hotel!

Stopp 1: Holmenkollen

Auf dem Weg zum Holmenkollen, der ältesten Skisprungschanze der Welt, kommen wir vorbei an bunten Holzhäusern, von denen eines schöner ist als das andere. Oben angekommen, erwartet dich bei gutem Wetter eine traumhafte Aussicht über Oslo und den Fjord. Dort befinden sich auch ein kleines Café, ein Skimuseum sowie ein Skisprung-Simulator. Auch wenn wir dort keine Zeit haben, mit dem Lift bis zum höchsten Punkt zu fahren, bin ich trotzdem ganz überwältigt von der Schanze. Wie viel Mut wohl dazu gehört, dort wirklich auf Skiern hinunter zu fahren?

Stopp 2: Vigeland Park

Der nächste Stopp ist mein persönliches Highlight und zu meiner Freude spazieren wir dort sogar einmal durch: der Vigeland Park. Der einzigartige Skulpturenpark ist das Lebenswerk des Bildhauers Gustav Vigeland. Die mehr als 200 Skulpturen aus Bronze, Granit oder Schmiedeeisen erzählen vom Kreislauf des Lebens und unsere Reiseleitung erzählt uns spannende Geschichten zu einigen Figuren.
Der kleine Trotzkopf gehört neben dem Monolithen zum Beispiel zu den bekanntesten Statuen des Parks. Ich bin ganz verzaubert von den wundervollen Skulpturen, die so viele menschliche Emotionen ausdrücken und transportieren.

Stopp 3: Das Fram-Polarschiffmuseum

Zu guter Letzt machen wir noch einen Abstecher auf die Museumsinsel Bygdøy. Dort befinden sich gleich mehrere Museen, die sich vor allem mit der Seefahrt beschäftigen. Es gibt ein Wikingerschiffmuseum, das Norwegische Maritime Museum, ein Freilichtmuseum, das Kon-Tiki Museum, welches dem Forscher Thor Heyerdahl gewidmet ist, sowie das Fram-Museum. Letzteres besuchen wir als letzte Station der Stadtrundfahrt für ca. 30 Minuten. Herzstück des Museums ist das dreimastige Forschungsschiff Fram, mit dem Forscher wie z. B. Roald Armundsen ihre Expeditionen in die Antarktis und Arktis durchführten. Du kannst das komplette Schiff erkunden und erleben, wie man darin früher einmal lebte. Sehr interessant, wie ich finde! Ihr erreicht die Museumsinsel übrigens auch mit dem Linienbus oder einer Fähre.

Unmittelbar nach der Stadtrundfahrt wurden wir vom Sightseeingbus direkt vor unsere Unterkunft den Frogner House Apartments abgesetzt. Diese Apartments zur Selbstverpflegung befinden sich in einem viktorianischen Gebäude 500 m vom königlichen Schloss zu Oslo entfernt. Die Appartements hatten viel Charme und waren sehr gemütlich stilvoll mit komplett eingerichteter Küche ausgestattet. Das Haus kann man wirklich empfehlen.

Oslo Skulpturen
Tipps- Was ihr in Oslo noch machen müsst

Solltet ihr die Stadtrundfahrt nicht gebucht haben, sind der Holmenkollen, der Vigeland Park und die Museumsinsel natürlich trotzdem sehenswert, wenn nicht sogar „Pflichtprogramm“. Ich habe mich während der zwei Tage in Oslo auf die Suche nach tollen Cafés, Shops, Restaurants und besonderen Orten gemacht.

Ich würde euch auch einen Spaziergang entlang des königlichen Palastes bis zum Hafen empfehlen. Wenn ihr Glück habt, winkt euch ein Mitglied der Königsfamilie, in unserem Fall war es Kronprinz Haakon beim Vorbeifahren aus der Königslimousine. Natürlich lohnt sich auch ein Abstecher ins Stadhuis von Oslo, wo alljährlich der Friedensnobelpreis verliehen wird. Es ist beeindruckend, dass man dort überall ungezwungen herumlaufen kann und sich mit Gänsehaut auf den Spuren der Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, Barack Obama oder Michail Gorbatschow frei bewegen kann.

Auch das Gebiet rund um den neuen Hafen ist sehr zu empfehlen. Die Kilometerlange Hafenpromenade am Fjordufer ist der Traum. Unweit entfernt der Festung Akershus, könnt ihr die Oper von Oslo bestaunen. Sie befindet sich ebenfalls im Hafen und ihr erkennt sie an ihrer modernen, eckigen Form und der weißen Fassade. Mein Tipp: Ihr solltet unbedingt auf das Dach der Oper gehen. Von dort habt ihr einen tollen Blick auf ganz Oslo.

Zurück in den Heimathafen Kiel

Am Abreisetag habt ihr noch ein paar Stunden Zeit für weitere Erkundungen, bevor es um 14 Uhr zurück in die Heimat geht. Wenn das Wetter mitspielt, präsentiert sich Oslo und vor allem die Fahrt durch den Oslofjord von der schönsten Seite, die du am besten vom Sonnendeck aus betrachten kannst. Während das Schiff durch den schmalen Fjord manövriert, vorbei an Klippen, die zum Greifen nah sind und den typischen rot-weißen Holzhäusern, knipse ich tausendundeinschönes Fotomotiv.

Bis bald, Oslo!

Gut erholt und voller neuer Eindrücke erreichen wir während des köstlichen Frühstücks im Oceanic à la Carte Restaurant um 10 Uhr den Norwegenkai in Kiel. Die Sonne scheint und der Himmel ist blau – das lindert die Sehnsucht nach Norwegen zum Glück ein wenig! Vi ses snart, Oslo!

Ich kann euch gerne noch viele weitere Tipps geben. Meldet euch einfach bei mir.

Eure Annette Eilers von der Reiselounge Eilers in Ballrechten-Dottingen

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Color Line Blick vom Schiff
Annette